Im Sommer 2008 hatten Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Mathematik/Erdkunde des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe eine „Lebende Sonnenuhr“ im Bad Laaspher Kurpark berechnet, konstruiert und angelegt. Eine lebende Sonnenuhr hat im Gegensatz zu allen anderen Sonnenuhrtypen keinen eigenen Schattenwerfer, da der Mensch selbst mit seinem Schatten die Uhrzeit anzeigt.
Für diese Idee und ihre Ausführung wurde die Schule 2009 im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs Science on Stage ausgezeichnet.
Nach 5 Jahren drohten nun die aufwändig berechneten Markierungen der Sonnenuhr im Kurpark durch Witterungseinflüsse und den Abrieb durch darüber laufende Spaziergänger zu verschwinden. Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Mathematik/Erdkunde der Klassen 9 beschlossen daraufhin mit ihrem Lehrer Winfried Damm, die von ihren Vor-Vorgängern konstruierte Uhr vor dem vollständigen Verschwinden zu retten und zu restaurieren.
So wurden die exakt berechneten Markierungen in dieser Woche auf dem Boden des Bad Laaspher Kurparks mit gelber Farbe aufgefrischt und auch die stilisierte Sonne am Ausgangspunkt der Strahlen wurde neu gestaltet. Ebenso wurden die blau geschriebenen Zeiten für die mitteleuropäische Zeit und die roten für die Uhrzeit der mitteleuropäischen Sommerzeit erneuert.
Wie man die Sonnenuhr benutzt, kann man auf der Metalltafel in unmittelbarer Nähe nachlesen: Man stellt sich mit den Fersen an die weiße Markierung für die eigene Körpergröße in die Sonnenuhr. Die Uhrzeit liest man dann am Ende des eigenen Körperschattens ab.
Die Schülerinnen und Schüler waren nach ihren beiden Arbeitseinsätzen im Kurpark mit dem Ergebnis zufrieden und hoffen, dass die lebende Sonnenuhr nun für mindestens 5 weitere Jahre benutzt werden kann.