Jährlich findet im November der internationale mathematische Teamwettbewerb „Macht Mathe“ an Schulen mehrerer europäischer Länder zeitgleich statt. Nach dem erfolgreichen Abschneiden des „Städtischen“ in der Vergangenheit nahm unsere Schule am Freitag erneut teil.

In diesem Jahr hatte sich die bisher höchste Zahl von 12 Gruppen mit insgesamt 48 Schülerinnen und Schülern gebildet, die sich den unbekannten Anforderungen freiwillig stellten. Der Wettbewerb unterscheidet sich von klassischen Mathematikprüfungen. Es können nur Teams mit je vier Schülerinnen und Schülern ab Jahrgangsstufe 10 gemeldet werden, eine individuelle Wettbewerbsteilnahme war nicht möglich. Die Bearbeitungszeit der umfangreichen Wettbewerbsaufgabe ist mit 7 Stunden außergewöhnlich lang. Alle Wettbewerbsteilnehmer waren daher vom regulären Unterricht befreit. Den Schülern standen während dieser Zeit alle Informationsquellen der Schule (Bibliothek und Computer) zur freien Verfügung. Allerdings zeigte sich, dass ausgeprägte mathematische Fähigkeiten und Kenntnisse die besten Grundlagen für die Bearbeitung der Aufgaben darstellten. Die Offenheit und Anwendbarkeit der Probleme können auch für den deutschen Mathematikunterricht wertvolle Orientierungen bieten.

Die Wettbewerbsaufgaben wurden den Schulen zwei Tage vor Wettbewerbsbeginn per E-Mail von der deutschen Wettbewerbsleitung zugestellt. Es ging in diesem Jahr für Grundkursschüler darum, unterschiedliche Arten von Wohngebieten mathematisch zu charakterisieren. Leistungskursschüler mussten sich mit mathematischen Aspekten von Spiegeln und Lichtstrahlen auseinandersetzen.

Nachdem die Gruppen um 8 Uhr ihre Aufgabe von Wettbewerbskoordinator Steffen Roth erhalten hatten, arbeiteten die 48 Schülerinnen und Schüler in den für diesen Zweck reservierten Räumen und an den bereitgestellten Computern konzentriert 7 Stunden lang. Es waren Planungsaufgaben innerhalb des Teams zu verteilen, Lösungen zu diskutieren und das gemeinsame Ergebnis war schließlich in einer äußerlich ansprechenden und sprachlich angemessenen Form zu dokumentieren.

Damit die Schülerinnen und Schüler auch körperlich den enormen geistigen Anstrengungen gewachsen waren, spendierte die Schulpflegschaft den Wettbewerbsteilnehmern Getränke und je eine Pizza, die dann für eine kurze gemeinsame Mittagspause mit etwas Entspannung sorgte.

Um 15 Uhr mussten die Ergebnisse des langen Arbeitstages bei der schulinternen Wettbewerbsleitung abgegeben werden. Bevor die Ausarbeitungen an die Wettbewerbsleitung weitergeleitet wurden, müssen die Mathematiklehrer Steffen Roth und Winfried Damm allerdings eine schwierige Entscheidung treffen. Jede Schule darf nämlich nur drei Wettbewerbsbeiträge einreichen, die von der Schule selbst ausgewählt werden. Da alle 12 abgegebenen Lösungen eine beachtliche Leistung darstellen, ist es eine schwierige Auswahl.

Die eingereichten Arbeiten der deutschen Schulen werden bis Mitte Januar von einer überregionalen Jury bewertet. Schließlich werden die besten Teams aus den über 100 beteiligten deutschen Gruppen im Frühjahr zum internationalen Finale eingeladen.