Die Business English-AG des „Städtischen“ ist mittlerweile zu einer festen Instanz an der Schule geworden und erfreut sich reger Teilnahme. Im vergangenen Schuljahr glänzten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft mit sehr guten Prüfungsergebnissen im Fach Wirtschaftsenglisch der Londoner Handels- und Industriekammer (LCCI) und erreichten sogar in manchen Fällen das Leistungsniveau von Muttersprachlern.

In diesem Schuljahr fand als Vorbereitung auf die anstehende Sprachprüfung ein besonderes Projekt statt. In der Arbeitsgemeinschaft, die aus mehr als 20 Teilnehmern besteht, wird in den zwei wöchentlichen Unterrichtsstunden großer Wert auf Anwendbarkeit und Praxisbezug des Gelernten gelegt. Das Erlernen von Verkaufsstrategien und Verkaufsgesprächsführung stand im Mittelpunkt einer Unterrichtseinheit. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich dabei nicht nur theoretisch mit den notwendigen Anforderungen auseinander, sondern sie mussten selbst Produkte kreieren und auf der Basis der erlernten Strategien eigene Verkaufstaktiken entwerfen. Die Produktpalette der Schülerinnen und Schüler war sehr breit gefächert und reichte von Dienstleistungen bis hin zu Produkten des alltäglichen Lebens.

Über das Internet wurde eine Videotelefonie mit einem Muttersprachler in den USA aufgebaut, der sich für einen potenziellen Kunden ausgab. Die Schülerinnen und Schüler fügten sich schnell in die Rolle eines Handelsvertreters ein und versetzten sich darüber hinaus in die Lage des Abnehmers, um ihre Verkaufsstrategie optimal auf den Kunden auszurichten.

Die Nervosität war bereits nach kurzer Zeit verflogen und die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft hatten sichtlich Vergnügen daran, ihre Produkte vorzustellen, deren Vorteile gegenüber einer potenziellen Konkurrenz hervorzuheben und um Absatzmengen und Preise zu feilschen.

Am Ende der Verkaufsgespräche zeigten sich alle Schülerinnen und Schüler sichtlich zufrieden:

So meinte Nicola Mona Bennhold (Jahrgangsstufe 10): „Anfangs war ich etwas nervös, aber nachdem das Eis gebrochen war, fiel es uns nicht mehr so schwer, das Produkt vorzustellen. Ich würde dieses simulierte Verkaufsgespräch mit einem Muttersprachler auf jeden Fall weiterempfehlen, da es eine großartige Erfahrung war.“

Nina Göbel aus Buchenau (ebenfalls Jahrgangsstufe 10) ergänzte, dass es sehr interessant gewesen sei, mit einem Amerikaner zu kommunizieren, um festzustellen, wie gut die eigenen Sprachkenntnisse seien.“

Der Experte aus den USA lobte die Schülerinnen und Schüler und zeigte für künftige realistische Situationen Verbesserungsmöglichkeiten auf. Alle Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft Business English des Städtischen Gymnasiums waren sich darin einig, dass es eine große Bereicherung war, virtuell einen Amerikaner im Unterricht „zu Gast“ gehabt zu haben.

Im Bild: Nicola Mona Bennhold (Herbertshausen) und Lena Felicitas Pöllmann (Wallau) freuten sich sichtlich, dass ihr Produkt jenseits des Großen Teichs so gut ankam.