Am „Städtischen“ fand am Mittwoch wieder die Potenzialanalyse der Jahrgangsstufe 8 als erster Schritt der Initiative „Keinen Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule und Beruf in NRW“ statt. Unter diesem Motto hat Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein landesweit einheitliches Übergangssystem eingerichtet. Es nimmt alle Schülerinnen und Schüler in den Blick und soll ihnen einen guten, zielgerichteten Start in Ausbildung oder Studium ermöglichen.

In einem weitläufigen Parcours, der von der durchführenden Agentur, der Berufsnavigator GmbH, in der Aula der Schule aufgebaut worden war, absolvierten die Schülerinnen und Schüler zehn unterschiedliche Stationen, an denen verschiedene Übungen ihre Fähigkeiten und Interessen in zehn unterschiedlichen Berufsfeldern beleuchteten.

An der Station „Gesundheit“ beispielsweise mussten die Schülerinnen und Schüler einen Gesundheitscheck für einen Bergsteiger durchführen und dazu Blutdruck, Puls und Handkraft messen. Eileen Roeser (Birkefehl) aus der 8b hat es viel Spaß gemacht, in die Rolle einer Ärztin zu schlüpfen: „Ich fand diese Übung besonders gut, weil ich schon vorher überlegt hatte, vielleicht Ärztin zu werden.“

Die Station „Metallverarbeitung und Maschinenbau“ hat Noah Koujemian aus Oberndorf besonders gefallen: „Die Herausforderung, aus vielen kleinen Rohrstücken einen Würfel zu konstruieren, hat mich sehr gereizt. Das war total interessant.“

In dem Berufsfeld „Wirtschaft und Verwaltung“ war es die Aufgabe, eine Party zu organisieren. Die Arbeit an einem solchen Problem hat Isabell Schmidt, ebenfalls aus Oberndorf, gut gefallen: „Eine solche Veranstaltung zu planen, hat mir Spaß gemacht, weil ich wirklich gerne Pläne schreibe und organisiere“, meinte die 14-Jährige.

In einem zweiten Testraum sah das Analysekonzept vor, dass die Schülerinnen und Schülern sich selbst und jeweils drei andere Mitschüler einschätzten. Mona Afflerbach (Birkelbach) berichtete, dass es nicht schwer gewesen sei, die anderen Gruppenmitglieder einzuschätzen, da man sie ja gut kenne: „Wir haben alle eine Fernbedienung bekommen, mit der wir zu bestimmten Fragen die anderen und uns selbst beurteilen mussten. „Hörst du gerne anderen Menschen zu, wenn sie Probleme haben?“, lautete zum Beispiel eine dieser Fragen.“  Für Nele Letzel aus Feudingen ergaben sich aus dieser Aufgabe sogar ganz neue Perspektiven, weil es gut gewesen sei, dass sie sich selbst zunächst einmal über solche Fragen habe Gedanken machen müssen.

Am Nachmittag erhielten alle Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Potenzialanalyse sowie eine individuelle Rückmeldung durch die Mitarbeiter der Maßnahme. Mit diesen Analyseergebnissen werden die Schülerinnen und Schüler im Frühjahr auf Praktikumsplatzsuche gehen. In der dann anstehenden Berufsfelderkundung werden sie an drei Tagen in regionalen Betrieben Einsicht in drei unterschiedliche Berufsfelder erhalten. In Klasse 9 wird diese Erfahrung nach dem Konzept der Schule für die Studien- und Berufsorientierung um ein 10-tägiges Betriebspraktikum vertieft.

Somit haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 gerade den ersten Schritt in ihrer individuellen Studien- und Berufsorientierung gemacht.