Mit Ablauf des ersten Schulhalbjahres verabschiedete Schulleiter Karsten Holz im Lehrerzimmer drei verdiente und geschätzte Lehrkräfte in den Ruhestand bzw. die Altersruhezeit, und zwar Frau Studienrätin Jutta Ibert-Wiskemann, Frau Oberstudienrätin Claudia Winkler sowie Herrn Oberstudienrat Klaus van der Wijst. Alle drei Lehrkräfte, die über Jahrzehnte am Städtischen Gymnasium unterrichteten, haben sich vielen Herausforderungen gestellt und ihre Aufgaben mit pädagogischer Leidenschaft und Erfolg bewältigt. Sie waren bei Schülerinnen und Schülern beliebt und geachtet. In seiner Rede bedauerte Karsten Holz, dass er mit den zu verabschiedenden Lehrkräften nur vier Jahre zusammenarbeiten konnte, bevor das unweigerliche Dienstende eintrat.

Frau Ibert-Wiskemann wurde auf eigenen Wunsch in einer kleinen Zeremonie von Schulleiter und Fachkonferenzvorsitzenden verabschiedet, verriet aber, dass ihre pädagogische Tätigkeit kein Ende nehmen werde, weil sie in der vorangegangenen Nacht Großmutter geworden sei.

Bei der offiziellen Verabschiedung im Lehrerzimmer des Städtischen Gymnasiums würdigte Oberstudiendirektor Karsten Holz die Leistungen von Frau Winkler, die die Fächer Englisch, Französisch und Katholische Religion unterrichtet hat. In seiner Dankesrede hob er ihre besondere Liebe zur englischen und französischen Literatur hervor und würdigte zugleich ihre hohe fachliche Kompetenz und ihr Interesse am Lernerfolg ihrer Schülerinnen und Schüler. Außerdem habe Frau Winkler stets eine sehr korrekte Dienstauffassung gehabt und sei für die Belange der Kolleginnen und Kollegen eingetreten. Mit seinem Dank verband Karsten Holz die besten Wünsche für den nachfolgenden Ruhestand.

Zur Verabschiedung der Kollegin ergriffen auch die jeweiligen Fachvorsitzenden das Wort. So betonte die Fachvorsitzende für Französisch, Christine van der Wijst-Althaus, dass Claudia Winkler in ihrem Denken und Tun auch durch ihre Fächer geprägt gewesen sei. Nach der Überreichung eines Blumenstraußes, der in den französischen Nationalfarben gebunden war, wünschte Frau van der Wijst-Althaus ihrer langjährigen Kollegin vor allem Zeit für sich selbst. Jörg Menzenbach (Fachvorsitzender Englisch) erinnerte auf humorvolle Weise daran, dass Frau Winkler sehr treffend in ihrem Urteil sein konnte. Er habe sie als hochprofessionelle Kollegin und ebenso als aufmerksame Zuhörerin kennengelernt. Nora Katte (Fachvorsitzende Religion) berichtete in ihrer kurzen Würdigung, dass sie Frau Winkler sowohl als Schülerin als auch als Kollegin kennengelernt habe. Dabei habe sie sich in beiden Rollen von ihr akzeptiert gefühlt, sei sie doch als „Grande Dame“ eine Bereicherung für ihre eigene persönliche Entwicklung und für das Kollegium gewesen.

Claudia Winkler sprach allen Rednerinnen und Rednern ihren Dank aus und betonte, sie sei nicht nur gerührt, sondern fühle sich durch die Dankesworte auch reich beschenkt. Sie sei besonders dankbar dafür, dass sie Teil des Kollegiums und Lehrerin am Städtischen Gymnasium gewesen sei, und empfinde an dem Tag ihres Abschieds vor allem Freude und Dank.

Ebenso wurde Klaus van der Wijst, Fachlehrer für Sport und Erdkunde, in den Ruhestand verabschiedet. Schulleiter Karsten Holz kam zunächst auf dessen Begeisterung für den Sport, vor allem für den Fußball,  zu sprechen. Anhand des Anagramms WIJST charakterisierte Karsten Holz den scheidenden Kollegen. Das „W“ stehe für Wissen und guten Unterricht, ebenso für eine Weltoffenheit, die sich an seiner Begeisterung für Bildungsreisen zeige. Mit „I“ verbinde er das Interesse an seinen Schülern, aber auch die Identifikation mit der Schule. Bei dem Buchstaben „J“ falle ihm ein, dass Klaus van der Wijst kein Ja-Sager gewesen sei. Er habe seinen eigenen Standpunkt stets konstruktiv vertreten. Das „S“ stehe für Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen, aber auch für den Begriff Sicherheit, etwa bei der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Abitur oder die Betreuung von jungen Lehrkräften in der Ausbildung. Schließlich verbinde man mit „T“ die Begriffe Transparenz und Tradition. Klaus van der Wijst sei in der Beurteilung seiner Schülerinnen und Schüler offen gewesen, aber auch in einem positiven Sinne traditionell.

Im Anschluss an den Dank und die Anerkennung des Schulleiters ergriff die Fachvorsitzende Sport, Katja Menzenbach, das Wort. Sie betonte die Volleyball-Begeisterung des scheidenden Kollegen und verwies auf die zahlreichen Turniere und Bundesjugendspiele, die ihr Sportkollege organisiert habe. Er sei – wie im Mannschaftssport üblich – vor allem ein Teamplayer gewesen. Joris Pfahler (Fachvorsitzender Erdkunde) betonte, dass er die hohe Fachkompetenz seines Kollegen sehr geschätzt habe. Zum Abschluss erhielt Klaus van der Wijst als Geschenk ein Fußballtrikot seines Heimatvereins VFL Osnabrück.

Der künftige Ruheständler bedankte sich in seiner Erwiderung für die Präsente und guten Wünsche. Er dankte insbesondere seiner Ehefrau für die gemeinsame Arbeit an der Schule. In seiner Rede offenbarte er, dass er Erwartungen und Pläne für die Zukunft habe. Vielleicht klappe es ja noch mit dem kleinen Weinstübchen, von dem er seit einiger Zeit träume. Ebenso wolle er seiner Musikbegeisterung nachgehen. Dies zeigte er an der chinesischen Oper TURANDOT. Schließlich machte er das Kollegium darauf aufmerksam, dass TURANDOT eigentlich „Dank an alle“ bedeute. Mit diesen Worten verließ er kurzzeitig das Lehrerzimmer, um kurz darauf wieder einzutreten und dem Kollegium für die Zukunft „Gut Holz“ zu wünschen.