In der vergangenen Woche erhielt das „Städtische“ im Rahmen einer kleinen Feierstunde erneut das Berufswahlsiegel „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“. In einer Rezertifizierung musste es sich zuvor der Jury der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V. stellen und sein erweitertes Berufsorientierungskonzept präsentieren.

Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V. sind ein Verband junger Unternehmer der Landkreise Siegen-Wittgenstein und Olpe, die es sich in ehrenamtlichem Engagement zum Ziel gesetzt haben, eine bessere Berufswahlvorbereitung an Schulen zu fördern und auszuzeichnen. Im Rahmen des bundesweiten Netzwerkes „Berufswahl-SIEGEL“ verleiht eine fachkundige Jury seit 2012 dieses Gütesiegel an deutschen Schulen. Gemeinsam mit Vertretern unterschiedlicher Unternehmen und Verbände, die über Erfahrungen im Bereich der Berufswahlorientierung und Berufsbildung verfügen, zeigen sie den Schulen mögliche Ansatzpunkte für eine Qualitätsentwicklung auf.

Das Städtische Gymnasium Bad Laasphe hatte sich bereits 2014 zum ersten Mal diesem Verfahren gestellt und ein schlüssiges Berufsorientierungskonzept erarbeitet, das schon damals die Jury überzeugen konnte. In der erneuten Zertifizierung des Siegels musste das Städtische nun beweisen, dass es sein Berufsorientierungskonzept merklich weiterentwickeln und ausbauen konnte. Hierzu präsentierte die Schule der Jury bereits Ende Mai die umfangreichen Erweiterungen des Konzepts im Rahmen eines gesamten Vormittags. So konnten Schulleiter Karsten Holz und Berufswahlkoordinator Andreas Glink im Namen der Schule die Auszeichnung entgegennehmen, die dem Gymnasium nun für drei weitere Jahre eine sehr weitreichende Berufswahlvorbereitung mit praktischen Anwendungen attestiert.

In ihrer Laudatio während der Verleihung des Siegels lobte Jurymitglied Gesine Westhäuser die „sehr kreativen Ideen und das Engagement der Schule“. Die „BOB-Rallye“ beispielweise, bei der die Schülerinnen und Schüler das Berufsorientierungsbüro (BOB) der Schule kennenlernen, und das Wirtschaftsplanspiel „SIM-Economy“, bei dem die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 praktische Erfahrungen mit betriebswirtschaftlichen Entscheidungen sammeln, hob Westhäuser in ihrer Rede besonders hervor. Darüber hinaus haben die Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums unter anderem die Möglichkeit, in der Jahrgangsstufe 11 den „GEVA-Test“ zu absolvieren, bei dem eine professionelle Analyse ihres Potenzials mit vorhandenen Berufsbildern und Studiengängen abgeglichen wird. Außerdem schloss die Schule eine Kooperation mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), bei der die Schülerinnen und Schüler in einem zweiwöchigen Blockseminar die Inhalte eines kompletten Erstsemesterseminars der Hochschule inklusive der dazugehörigen „Creditpoints“ erwerben. „Die Schule sticht mit ihrem aktuellen Berufsorientierungskonzept im Landkreis Siegen-Wittgenstein deutlich heraus“, bilanzierte Westhäuser das Konzept anschließend.