Im wahrsten Sinne des Wortes starteten eine Vielzahl ehemaliger Schülerinnen und Schüler eine Busreise in die Vergangenheit. 1979 haben 79 Ehemalige ihr Abitur bestanden. Die erste Haltestelle der Reise wurde in der Steinackerstraße eingerichtet: die Ehemaligen besuchten ihre damalige Schule. Hier empfingen Schulleiterin Corie Hahn und Studiendirektor Günter Kiefer die Jubilare nicht nur zu einem Glas Sekt, sondern auch zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Schulführung. Interessiert nahmen die Ehemaligen die doch deutlichen Veränderungen wahr, die sich in den letzten 4 Jahrzehnten entwickelt haben.

Während des fast zweistündigen Rundgangs bildeten sich immer wieder kleine Gesprächsrunden, in denen unterschiedliche Erinnerungen thematisiert wurden. So muss wohl der Chemieunterricht bei einigen Ehemaligen bleibende Erinnerungen hinterlassen haben. Bei manchen schmerzte auch der Verlust des „Käsebunkers“ (Gymnastikraum) und des Sprachlabors, beide Räume existieren nicht mehr. Aber auch das „Stehcafé“ in der Stadt wurde vermisst. „Die eigene Schulzeit hat mich lange beschäftigt“, bemerkte eine ehemalige Schülerin. „Manchmal träume ich heute noch von schulischen Ereignissen“, eine andere. Beliebte Anlaufpunkte waren auch die Kollegiumsfotos, auf denen die ehemaligen Lehrerrinnen und Lehrer des Jahrgangs zu sehen sind. So manche Erlebnisse mit Lehrern und zum damaligen Unterrichtsgeschehen kamen hoch und wurden lebhaft ausgetauscht und diskutiert.

Am Ende der Führung zeigten sich die Teilnehmer auch von der bemerkenswert guten Ausstattung der Schule beeindruckt. Der intensive Austausch über schulische Erinnerungen und persönliche Lebensbiographien fand danach seine Fortsetzung auf der Busfahrt nach Biedenkopf und beim Kaffeetrinken im Café Schloss Wittgenstein. Letzte Haltestelle war danach die oberhalb des Städtischen Gymnasiums gelegene „Teufelskanzel“, jene Location, die fast schon traditionell Feierstätte solcher Schuljubiläen ist und dazu einlädt, bis in die späten Abendstunden zu feiern. Wann und ob der Schulbus die Gäste abgeholt hat, ist nicht bekannt.