Roboter bauen und programmieren. Was sich gleichermaßen nach Spaß und nach Herausforderung anhört, können seit den Herbstferien zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 im Förderkurs „Robotik“ am „Städtischen“ hautnah erleben. Dabei wurde direkt von Anfang an in die Praxis eingetauscht.

Die erste Stunde stand naturgemäß zunächst ganz im Zeichen des Bauens eines Basis-Roboters, was von allen Beteiligten mit Elan und Ausdauer angegangen wurde. Anschließend wurde direkt mit dem Programmieren begonnen. Geradeaus- und Kurvenfahren, Abfahren eines Quadrates, auf Hindernisse reagieren, Geräusche von sich geben und so weiter – bereits bei den ersten Programmierschritten wird deutlich, was mit den Robotern so alles möglich ist. Und die Freude ist groß, wenn die zuvor entwickelte Befehlsabfolge zum gewünschten Ergebnis führt und der Roboter die gestellten Aufgaben meistert. 

Durch entsprechende Anbauteile in Form verschiedener Sensoren ist weiterhin ein beliebig komplexer Aufbau der Roboter und somit ihrer Fähigkeiten realisierbar. Sei es die Abstandsmessung mit Hilfe eines Ultraschallsensors, das Erkennen von Farben mittels eines entsprechenden Farbsensors oder die Befehlseingabe durch Betätigen eines Tastsensors – die Möglichkeiten sind zahlreich. Dabei sind nicht nur ein gutes Verständnis und logisches Denken für die Lösungsfindung erforderlich, sondern auch Kreativität.

Inhaltlich bietet der Kurs einen ersten kleinen Vorgeschmack auf Grundlagen der Informatik, beispielsweise in Bezug auf den Aufbau und die Struktur einer Befehlskette. Durch ein entsprechendes Baukastensystem, das zur Programmierung der Roboter dient, wird den Schülerinnen und Schülern ein intuitiver Zugang zu dieser Thematik ermöglicht, der aber gleichzeitig Möglichkeiten für ausreichend Variationen und somit Herausforderungen lässt.

Der Kurs, der von Herrn Achenbach betreut wird, kommt bisher sehr gut bei den Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern an, die schon Lust auf mehr haben. Und es wird mehr kommen, denn nach der Einführung in die Grundlagen für die Arbeit mit den Robotern wird es deutlich offener und kreativer zur Sache gehen. Dann sollen zum Beispiel unterschiedliche Arten von Robotern gebaut werden und dementsprechend viele unterschiedliche Sensoren zum Einsatz kommen.

Es geht weiter voran am Städtischen Gymnasium, auch im MINT-Bereich. Nach der erneuten Ehrung als „MINT-freundliche Schule“ sowie dem ersten Forschertag an unserer Schule gibt es in Form des Robotik-Unterrichts also weiterhin erfreuliches zu berichten. Je nachdem, wie die weitere Resonanz auf den neu gestarteten Kurs sein wird und welche Ressourcen zur Verfügung stehen, ist zudem fest angedacht, die Roboter-Programmierung in Form einer AG auch anderen Jahrgängen zugänglich zu machen. Darüber würden sich alle Beteiligten sehr freuen.