Die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer Christina Ann Wurm, Sven Sendfeld, Markus Saßmannshausen, Katrin Schmieding, Sarah Naumann, Kai Winterhoff vom Bad Laaspher Kino und die Regisseurin Karin Kaper)

Ende Januar besuchten die 239 Oberstufenschülerinnen und -schüler des „Städtischen“ gemeinsam mit ihren Geschichts- und Erziehungswissenschaftslehrern in einer Sondervorstellung den Dokumentarfilm „Wir sind die Juden aus Breslau“.

In zwei Kinosälen des Bad Laaspher Kinos konnten die Schülerinnen und Schüler den Lebensweg von 14 Zeitzeugen nachempfinden, die als jüdische Kinder in Breslau, der Stadt mit der damals  drittgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands, aufwuchsen und der Unterdrückung und Verfolgung der Nationalsozialisten ausgesetzt waren. Viele von ihnen flohen in die USA, nach Palästina oder Israel. Einige überlebten sogar das Konzentrationslager in Ausschwitz.

Der Film zeigt nicht nur ihren Lebensweg bis in die heutige Zeit, sondern auch die Rückkehr einiger von ihnen in die alte Heimat, das heutige Wrocław, wo sie auf eine deutsch-polnische Jugendgruppe treffen und ihnen persönlich von ihren Erfahrungen berichten.

Schülerinnen und Schüler beim abschließenden Filmgespräch mit der Regisseurin Karin Kaper im Residenzkino Bad Laasphe

Die Schülerinnen und Schülern des „Städtischen“ konnten vor und nach dem Dokumentarfilm mit der Regisseurin Karin Kaper sprechen, die interessante Informationen zum Dreh und zur Arbeit am Film teilte und auch Fragen beantwortete.

Für die Schülerinnen und Schüler war der Vormittag im Kino eine wertvolle Erfahrung. Sie erhielten nicht nur Eindrücke über vergangenes jüdisches Alltagsleben in Breslau, sondern den oftmals anonymen Schilderungen in ihren Schulbüchern wurden 14 Gesichter gegeben, deren Schicksal sie sehr bewegt hat.