Wie in jedem Schuljahr fand auch in diesem Mai wieder der Wettbewerb „Physik aktiv“ an unserer Schule statt, der sich seit Jahren großer Beliebtheit bei den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5, 6, 7 und 8 erfreut. In diesem Jahr lief der Wettbewerb unter dem Motto „FlaschenAUFzug“ und forderte von den Teilnehmenden sowohl handwerkliches Geschick als auch Kreativität. Die Aufgabe beim schulinternen Wettbewerb bestand darin, eine Aufzugkabine zu bauen, die ausschließlich aus Schaschlik-Spießen (Klassen 5 und 6) bzw. Zahnstochern (Klassen 7 und 8) sowie Nähgarn besteht. Diese sollte so groß und so stabil sein, dass sie in der Lage ist, eine volle 0,5-Liter-Wasserflasche freistehend tragen zu können, was bei den Gruppen durchaus für einiges Kopfzerbrechen sorgte. Gewinnen sollte am Ende die Kabine, die all diesen Anforderungen gerecht wird und gleichzeitig am leichtesten ist.

Schon im Vorfeld des Wettbewerbs war abzusehen, dass es sich bei dieser Aufgabe um die mit Abstand anspruchsvollste handelt, die im Rahmen des Wettbewerbs gestellt wird. So ist auch zu erklären, dass verhältnismäßig viele Teams im Rahmen der Vorbereitung auf den Wettbewerb ihre Teilnahme wieder zurückziehen mussten, da die Konstruktion doch komplizierter war, als viele das angenommen hatten. Umso höher ist es den letztlich teilnehmenden Teams anzurechnen, dass sie sich dieser Herausforderung gestellt haben und teils sehr vorzeigbare und vor allem kreative Lösungen präsentieren konnten. Am besten ist dies dem Team „Die 2 Freunde“ (Lea Marie Nieder und Laura Zepp, beide aus der Klasse 6b) gelungen, die mit ihrer Kabine alle vorgegebenen Anforderungen erfüllen konnten und mit einem Gewicht von nur 14 Gramm den Sieg im Wettbewerb der Klassen 5 und 6 erringen konnten. Aber auch die Teilnehmerinnen der anderen Teams in dieser Altersklasse, namentlich Nevra Ciftciler, Hadya Eshanzada, Tuba Köse, Melissa Elisabeth Messerschmidt, Marie Rother und Hannah Theiß (alle aus der Klasse 5a) zeigten großartige und abwechslungsreiche Lösungen und können stolz auf ihre Leistungen sein.

In der Wettkampfklasse der Jahrgangsstufen 7 und 8 kam es in diesem Jahr zu dem Novum, dass alle Teams bis auf eines vom Wettbewerb zurückgezogen hatten. So nahmen Louisa Viktoria Knebel und Leni Josefine Geßner (beide Klasse 7b) außer Konkurrenz am Wettbewerb teil, konnten aber mit ihrer Kabine durchaus überzeugen. Zwar wurden hinsichtlich der Stabilität nicht alle Kriterien bis ins kleinste Detail erfüllt, die Kabine war aber trotzdem in der Lage, die Flasche problemlos zu tragen, was bei der Benutzung von handelsüblichen Zahnstochern schon bemerkenswert ist. Genau wie alle anderen Gruppen hat aber auch dieses Team mindestens einen Preis für die Kreativität der Lösung verdient, denn die war über alle Kabinen hinweg breit gefächert.

Besonders zu erwähnen ist, dass in diesem Jahr das Teilnehmerfeld ausschließlich aus Mädchen bestand, was ein Zeichen dafür ist, wie gut die Förderung und Begeisterung von Mädchen für die naturwissenschaftlichen Fächer am Städtischen Gymnasium gelingt. Der alte, überholte Spruch „Physik ist nur was für Jungs“ trifft bei uns an der Schule auf jeden Fall nicht zu.