Kalender 2013

Kontraste

Der Titel des diesjährigen Kalenders mit Arbeiten von Schülerinnen und Schülern aus dem Kunstunterricht unterschiedlicher Jahrgangsstufen bezieht sich in erster Linie auf Farbkontraste als Gestaltungsmittel in der Malerei.

Zu nennen sind folgende zentrale Farbkontraste, die in vorliegenden Werken des Kalenders realisiert sind:
Der Hell-Dunkel-Kontrast ist ein optischer Primärkontrast. Ohne ihn gibt es keine deutliche Unterscheidung der Dingwelt. Zwischen Hell und Dunkel gestaltet sich die gesamte optische Welt. Die Werke, die z.B. auf den Monatsblättern Oktober, November abgebildet sind, weisen Hell-Dunkel-Kontraste auf.

Ein Sonderfall des Hell-Dunkel-Kontrastes ist der Schwarz-Weiß-Kontrast.  Das Titelblatt und die Zeichnungen auf dem Monatsblatt Februar basieren darauf. In den Finelinerzeichungen von Kellergewölben wird so die Opposition von Licht und Schatten veranschaulicht.

Der Kalt-Warm-Kontrast beruht auf subjektiven Empfindungen. Rot gilt als warme, Blau als kalte Farbe. Die Monatsblätter Januar, Mai, Juni zeigen Beispiele des Kalt-Warm-Kontrastes.

Zwei pigmentierte Farben, die zusammengemischt ein neutrales Grau ergeben, werden nach Johannes Itten als komplementäre Farben bezeichnet. Auf dem Farbkreis liegen sie diametral gegenüber. Ein Komplementärkontrast entsteht, wenn z.B. Rot und Grün oder Gelb und Violett in einem Bild gegeneinandergesetzt werden. Dies ist der Fall in den Bildern „Tarzans (roter) Jeep im (grünen) Dschungel“ und „Wiesengrund“ (Monatsblatt Mai). Hier wird dargestellt, wie eine Frau im roten Rock auf einer saftig grünen Wiese steht. Ihr gelbes Oberteil steht außerdem im Komplementärkontrast zu den violetten Blütenkelchen.

In zweiter Linie sind inhaltliche Kontraste thematisiert. D.h.: Es werden auch Bilder mit kontrastierendem Inhalt (vgl. Titelblatt, April, September) oder kontrastierende Bildpaare (vgl. März, August) vorgestellt.

Das Monatsblatt April ist zum Thema Surrealismus entstanden und es stellt den inhaltlichen Gegensatz der globalen Klimazonen dar.
Das Monatsblatt September zeigt den Gegensatz zwischen Natur und Technik. Kann es aber nicht auch Daniel Düsentriebs Helferlein sein, das uns hilft, Umweltprobleme zu lösen?

Auf den Monatsblättern März und August sind jeweils zwei gegensätzliche Landschaftsbilder zu sehen: Das eine Bildpaar (März) zeigt einerseits einen Baum auf der sonnigen Frühlingswiese und andererseits den aufsteigenden Nebel über einer kargen Sumpflandschaft an einem trüber Herbsttag. (Wer in diesem Bild den „Wegweiser“ erkennt und sich als Erster im Sekretariat meldet, der bekommt ein Freiexemplar!) Das andere Bildpaar (August) repräsentiert einen Sonnenaufgang und einen Sonnenuntergang.

Im Alltag sprechen wir von der Harmonie der Gegensätze und davon, dass sich Gegensätze anziehen. Wir sagen aber auch: „Die sind wie Hund und Katze“ und „Feuer und Wasser vertragen sich nicht“.

Partnerbörsen wie Elitepartner oder Parship setzen nach dem Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern!“ bei der Partnervermittlung auf die größtmöglichen Gemeinsamkeiten der potentiellen Partner und auf die Übereinstimmung der Interessen und Hobbies. Die Frage ist, ob das für das Gelingen einer dauerhaften Partnerschaft reicht.

Wesentlich für das Zusammenleben der Menschen ist m.E. – bei allen faktischen Gegensätzen und realen Unterschieden in den Überzeugungen, Ansichten, Vorlieben und Interessen – die wiederholte Betonung der Gemeinsamkeiten.
Von diesen weiterführenden Gedanken zum Kalenderthema ist allerdings auf den Kalenderblättern nicht die konkrete Darstellung, nur hier die assoziative Rede.

Vinzenz Becher

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