Vertretungskonzept

Vertretungsunterricht ist im schulischen Alltag unvermeidbar. Durch Erkrankung, Fortbildung, Klassenfahrten, Exkursionen, außerunterrichtliche Veranstaltungen usw. fallen Vertretungsstunden an. Diese müssen organisiert, vorbereitet und durchgeführt werden. Dies verlangt ein hohes Maß an Planung und Kooperationsbereitschaft von allen Beteiligten. Um den Ausfall an Unterricht und die Belastungen des Kollegiums so gering wie möglich zu halten, müssen Regelungen für den Vertretungsunterricht getroffen werden.

I. Ziele des Vertretungskonzepts

1. Ziel ist die Qualität und die Kontinuität des Unterrichts so weit wie möglich zu erhalten und so wenig Unterricht wie möglich ausfallen zu lassen.  2. Die hier dargestellten Regeln sollen Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Berechenbarkeit für das Kollegium, die Schüler und die Eltern schaffen.

II. Grundsätze für den Vertretungsunterricht

1. Vertretungsunterricht ist grundsätzlich (Fach-)Unterricht.
2. Für die erste Unterrichtsstunde wird ein Bereitschaftsdienst mit einer Lehrkraft festgelegt. Falls ein höherer unvorhersehbarer Vertretungsbedarf entsteht, müssen weitere Kolleginnen und Kollegen kurzfristig mit der Vertretung beauftragt werden.
3. Es wird versucht, so weit wie möglich zu vertreten. Um eine allzu große Belastung zu vermeiden, können Randstunden am Ende des Unterrichtstags ausfallen. In der Sekundarstufe I sollte der tägliche Unterricht der Schülerinnen und Schüler – wenn möglich – mindestens bis 12 Uhr gewährleistet werden.  4. Mehrarbeit und Belastung, die durch Vertretungsunterricht und zusätzliche Aufsichten verursacht werden, sollen auf das notwendige Maß beschränkt werden. Eine ausgewogene Belastung für den Vertretungsunterricht entsprechend dem Umfang der Unterrichtsverpflichtung der Kolleginnen und Kollegen wird angestrebt.

III. Formen von Vertretungsunterricht

1.Kurzfristiger Ausfall von Lehrkräften (max. eine Woche)

Die Vertretung wird in folgender Rangfolge durchgeführt:

  • Unterrichtsverlagerung (der Unterricht von Kollegen, die unterrichtsfrei haben, wird in die zu vertretende Stunde verschoben)
  • Lehrkräfte, die in der jeweiligen Klasse unterrichten
  • entsprechende Fachlehrer, die nicht in der Klasse unterrichten
  • Lehrkräfte mit Freistunden
  • Es werden vorrangig Unterrichtsstunden in die zu vertretenden Stunden verlegt, die an anderer Stelle bei Abwesenheit der Klasse oder Unterrichtsausfall (z. B. Klassenfahrt, Klausur, Abitur, Praktikum,…) nicht erteilt werden.

2. Langfristiger Ausfall von Lehrkräften (mehr als 1 Woche)

Die Vertretung wird in folgender Rangfolge durchgeführt:

  • Einsatz von Vertretungslehrkräften nach dem Konzept „Geld statt Stellen“. Für Vertretungsunterricht im Rahmen von Geld statt Stellen ist aus rechtlichen und organisatorischen Gründen ein Vorlauf von mindestens drei Wochen notwendig (Finden einer Lehrkraft, Personalratsbeteiligung, Vertragsabschluss, Stundenplanänderung usw.); daher ist es wichtig, vorhersehbare längerfristige Ausfälle so früh wie möglich mitzuteilen.
  • Anordnung bezahlter Mehrarbeit von Lehrkräften mit Einverständnis der betreffenden Lehrkraft.
  • Die Anpassung des Stundenplans und die befristete Änderung der Unterrichtsverteilung zur Sicherstellung von Unterricht sind möglich.

IV. Organisatorische Regelung des Vertretungsunterrichts

1. Alle Kolleginnen und Kollegen nehmen regelmäßig Kenntnis von den Vertretungsplänen, besonders vor dem Verlassen des Schulgeländes. Kolleginnen und Kollegen, die den Vertretungsplan noch nicht abgezeichnet haben, werden darauf aufmerksam gemacht.
2. Wenn eine Lehrkraft krankheitsbedingt ihren Dienst nicht wahrnehmen kann, informiert sie unverzüglich die Schulleitung. Bei einer Meldung am Vortag können Kolleginnen und Kollegen noch rechtzeitig informiert werden. Bei unvorhergesehener Abwesenheit muss dies am ersten Tag telefonisch bis spätestens 7:10 Uhr gemeldet sein. Bei der Meldung ist unbedingt die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit mitzuteilen, damit Schüler und Kollegen bei mehreren Fehltagen bereits am Vortag über Vertretungsunterricht informiert werden können.
3. Bei vorhersehbaren Vertretungsfällen stellt die zu vertretende Lehrkraft Arbeitsaufträge/Unterrichtsmaterialien zur Verfügung auf die die Vertretungskräfte zurückgreifen können oder mit denen selbstständiges Arbeiten der Lerngruppe (Sekundarstufe II) durch „SB“ im Vertretungsplan im Schulgebäude angeordnet wird. In diesem Fall holt der Kurssprecher die Aufgaben rechtzeitig vor Stundenbeginn im Sekretariat ab.
4. Kolleginnen und Kollegen, die nicht pünktlich erscheinen können, informieren unverzüglich, möglichst telefonisch die Schulleitung.
5. Erscheint eine Lehrkraft nicht zum Unterricht, meldet der Klassensprecher oder Kurssprecher dies spätestens 10 Minuten nach Unterrichtsbeginn im Sekretariat. Wird diese Regelung nicht beachtet, wird die Unterrichtsstunde nachgeholt.
6. Urlaubsanträge und Anträge auf Exkursionen und andere Veranstaltungen, die Vertretungsunterricht verursachen, sind frühzeitig zu stellen. Bei der Planung von Fortbildungen und außerunterrichtlichen Veranstaltungen muss auf die Vertretungssituation Rücksicht genommen werden.
7. Die Verlagerung von Unterricht muss vorher genehmigt werden.
8. Inhaltliche Regelung des Vertretungsunterrichts

1. Der Unterricht in einem bestimmten Fach soll, wenn möglich, nach den Vorgaben der ausfallenden Lehrkraft weitergeführt werden.
2. Kann in der Vertretungsstunde der Fachunterricht nicht fortgeführt werden, sollen Grundkompetenzen für das entsprechende Fach oder die entsprechende Klasse vermittelt werden.
3. Jede Fachkonferenz erstellt einen Ordner mit Materialien, der die fachlichen Grundkompetenzen der einzelnen Stufen/Klassen festlegt.

Kontakt

Steinackerstraße 10
57334 Bad Laasphe
Festnetz: (02752) 20 83-0
Fax: (02752) 20 83-25
www.gymbala.de
info@gymbala.de

Studium & Beruf

Schließfächer

Die Firma Astra Direkt hat an unserer Schule die Organisation und Bereitstellung von Schließ-fächern übernommen. Weitere Informationen auf der Firmenhomepage.

Schüler Online