„Es ist uns ein besonderes Anliegen und eine fortwährende Aufgabe, die Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade in der Grenzregion zwischen Wittgenstein und dem hessischen Hinterland, in der so viele weltweit erfolgreiche Unternehmen angesiedelt sind, ist es uns besonders wichtig, den Kontakt zwischen den Jugendlichen, regionalen Unternehmen und weiterführenden Bildungsträgern herzustellen.“

Die Freude darüber, das Siegel als „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ entgegennehmen zu können, war Corie Hahn, Schulleiterin des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe, am Donnerstag sichtlich anzumerken. Dort überreichte ihr Frau Gesine Westhäuser, Projektleiterin der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, die begehrte Auszeichnung. Bis zu diesem Punkt jedoch, an dem die Schule im Herzen Bad Laasphes nun steht, war es ein langer und herausfordernder Weg.

Das „Städtische“ erhält zum dritten Mal das Berufswahlsiegel NRW

Im Jahr 2012 nahm das Städtische Gymnasium Bad Laasphe zum ersten Mal als eine der ausgewählten Referenzkommunen in NRW an dem „Neuen Übergangssystem Schule“ teil, wie die heutige Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ damals noch genannt wurde. Drei  wesentliche Elemente hatte das staatliche Übergangssystem Schule – Beruf zu Anfang da erst: Potentialanalyse, Berufsfelderkundung und Betriebspraktikum in den Klassen 8 und 9.

Bei diesen Pflichtelementen wollte es das Städtische Gymnasium aber nicht belassen. Denn der Überzeugung der Schule nach ist es auch an einem Gymnasium fundamental wichtig, sicher zu stellen, dass Jugendliche frühzeitig bei der beruflichen Orientierung und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium vielfältige Unterstützung erhalten. Das Ziel sei es, allen Schülerinnen und Schülern nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen.

Aus diesem Grund bewarb sich „Das Städtische“ 2013 dann zum ersten Mal für das „Berufswahl-Siegel NRW“ und wurde 2014 als „Schule mit hervorragenden Leistungen im Rahmen der Studien- und Berufsorientierung“ ausgezeichnet. Ein Siegel, welches die Schule nicht nur als einziges Gymnasium des Landkreises Siegen-Wittgenstein tragen durfte, sondern außerdem im Jahr 2017 und nun 2021 erfolgreich rezertifizieren und bei einer pandemiebedingt in kleinem Rahmen gehaltenen Zeremonie feiern konnte.

Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, für die auch deren stellvertretender Vorsitzender Tobias Schür  bei der Siegelverleihung anwesend war, sind ein Zusammenschluss junger Unternehmer und angestellter Führungskräfte, welche die zentrale Koordination für dieses Gütesiegel übernommen haben.

Die Verantwortlichen für berufliche Orientierung der Schule, Andreas Glink und Martin Schelberg, betonten dabei den Umstand, dass die einzelnen Elemente der Berufsorientierung sich wie ein roter Faden durch die Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler spinne und diese damit immer wieder angehalten würden, ihre Zukunft nach der Schule in den Blick zu nehmen. „Dies ist auch nach der Umstellung des gymnasialen Bildungsgangs in NRW auf 9 Jahre besonders wichtig, damit Jugendliche, die unsere Schule verlassen, eine klare Vorstellung von ihren beruflichen Perspektiven haben.“, so Glink. 

Das Siegel als „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ darf die Schule nun für weitere drei Jahre tragen.