Das Städtische Gymnasium wurde vor den Herbstferien als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. MINT ist in diesem Zusammenhang eine Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Schule wurde im Rahmen der 6. bundesweiten MINT-Botschafterkonferenz im Chemiepark Hürth bei Köln von Thomas Sattelberger, dem Vorstandsvorsitzenden der Initiative „MINT-Zukunft schaffen“ aus Berlin, ein drei Jahre gültiges Zertifikat überreicht. Die Auszeichnungsveranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz.

Insgesamt wurden in Hürth 43 Schulen ausgezeichnet, wobei das Städtische Gymnasium Bad Laasphe die einzige Schule aus dem südwestfälischen Bereich war. Zu der Jury, die über die Auszeichnung entschieden hat, gehörten Vertreter der Kultusministerkonferenz, von Bildungsorganisationen und namhaften deutschen und internationalen Unternehmen. Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zeichnen dabei Schulen aus, die gezielt MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen wurden auf der Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchliefen einen bundesweit einheitlichen Auszeichnungsprozess. Die MINT-freundlichen Schulen sollen durch die Auszeichnung für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Unternehmen bereits erkennbar und von der Wirtschaft anerkannt sein.

Mit der Auszeichnung wurden Leistungen und Angebote des Städtischen Gymnasiums Bad Laasphe gewürdigt: Die Schule bietet einen Fächerkanon, der die MINT-Schwerpunktbildung, beispielsweise im Kursangebot der Oberstufe, deutlich heraushebt. Sie bietet Zusatzangebote im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, die über die Lehrpläne und Richtlinien hinausgehen (z. B. mathematisch-naturwissenschaftliche Wahlpflichtkurse, Projektkurse, besondere Lernleistungen, Prüfungslizenz für den Staatlichen EDV-Führerschein, Medienkonzept, Planetenlehrpfad als außerschulischer Lernort). Die Schule nimmt regelmäßig und erfolgreich an mathematisch-naturwissenschaftlichen Wettbewerben teil. Sie bezieht die Eltern in Projekte und Informationsveranstaltungen zur Fächer- und Berufswahl (z. B. Berufsberatung durch Eltern) mit ein. Die Schule unternimmt besondere Anstrengungen, um mehr Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern (z. B. MuT – Mädchen und Technik) und pflegt den Kontakt zu einem Wirtschaftspartner. Die Schule bezieht außerschulische Partner durch regelmäßige Workshops zum Thema „Angewandte Informatik“ oder Universitäten im Rahmen des Projekts „MINT on Tour“ in die MINT-Unterrichtsgestaltung ein.

Die Nachricht über die Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ löste am Bad Laaspher Gymnasium natürlich große Freude aus. Als Vertreter der Schule nahmen in Hürth Schulleiter Winfried Damm, der Koordinator der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer Heinrich Imhof, die Vorsitzenden der Fachkonferenzen Mathematik, Steffen Roth, und Physik, Alexander Zuanel, sowie die Schülersprecherin des letzten Schuljahres Deborah Dersch die Urkunde und das Gütesiegel entgegen.