Wie schnell kann man im Schullalltag einmal Pech haben. Zu kleineren Verletzungen kommt es immer wieder, sei es im Sportunterricht, auf dem Schulhof oder in den Klassenräumen. Wie in solchen Fällen kompetent und schnell geholfen werden kann, erfuhren sechs Schülerinnen des „Städtischen“ im Rahmen ihrer Schulsanitäterausbildung.

Stefanie Bätzel und Leki Güngür vom Malteser e.V. Hilfsdienst Bad Laasphe waren die Ausbilder der reinen Mädchengruppe. Sie trafen sich an vier Tagen, meist waren es Samstage, in den Räumen des Städtischen Gymnasiums, um zunächst Inhalte aus einem früheren Kurs in Erster Hilfe aufzufrischen. Hierzu gehörte auch das Anlegen unterschiedlicher Verbände. Danach ging es in eine intensive Phase der Theorie, in der den Schülerinnen umfangreiche Kenntnisse vermittelt wurden, z.B. über Herzinfarkt, Schlaganfall, Sportunfälle, psychologische Notfälle, Unterkühlung und Sonnenstich. Anschließend wurde an Fallbeispielen der praktische Einsatz geübt. Intensiv geprobt wurde besonders das Messen des Blutdrucks.

Die Ausbildung wurde mit einer Prüfung abgeschlossen. Zunächst mussten die Schülerinnen ihre Kenntnisse in der Theorie unter Beweis stellen, indem sie einen Fragebogen mit 25 Fragen bearbeiteten. Wer hier bestanden hatte, durfte zur Praktischen Prüfung antreten. Da alle Schülerinnen die Theoretische Prüfung bestanden hatten, durften sie in Zweierteams demonstrieren, wie sie in der Unfallsituation vorgehen und einen Verletzten versorgen und betreuen würden. Auch dieser Teil der Prüfung wurde von allen hervorragend gelöst, sodass das Team des Schulsanitätsdienstes am Städtischen Gymnasium nun um folgende Schülerinnen mit intensiver Ausbildung ergänzt wird: Louisa Sophie Dörr (Herbertshausen) , Ann-Kathrin Hofius, Lea Klein (beide Feudingen), Anne Rath (Birkefehl), Lara Schuppener (Hesselbach) und Amani Uhl (Bad Laasphe). Allen Teilnehmerinnen wurde von ihrer Ausbilderin Frau Bätzel eine Urkunde überreicht, die ihre Qualifizierung bestätigt.

Den ausgebildeten Schulsanitäterinnen wird damit eine große Verantwortung übertragen: Sie sind im Ernstfall Schülern und Lehrern gegenüber weisungsbefugt. Die Ausbildung selbst hat den Teilnehmerinnen Spaß gemacht. Die Atmosphäre war trotz der ernsten Inhalte locker und fröhlich. Die Ausbildungskosten in Höhe von je 70,00€ übernahm wiederum der Fördervereins des Städtischen Gymnasiums. Und so kann jetzt am Städtischen Gymnasium in Bad Laasphe ruhig mal jemand „Pech haben“, es stehen insgesamt 13 ausgebildete Schulsanitäter zur Verfügung, die schnelle und professionelle Hilfe leisten können.